Avada Classic https://www.maeha.de/ Paarberatung und Bodywork Wed, 21 Oct 2026 16:36:22 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Frederiks Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-conscious-sexuality-coaching-frederik/ Sun, 01 Mar 2026 12:47:23 +0000 https://www.maeha.de/?p=16827 Wissen / Erfahrungsberichte / Frederik Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork Frederiks Erfahrungsbericht Frederik kam über den ZEIT-Podcast zu Maria. Er wollte Sex mehr spüren und erzählt hier, was sich für ihn und seine Partnerschaft verändert hat. „Sexualität ist für mich immer schwieriger zu definieren, weil es in so vielen [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / Frederik

Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork

Frederiks Erfahrungsbericht

Frederik kam über den ZEIT-Podcast zu Maria. Er wollte Sex mehr spüren und erzählt hier, was sich für ihn und seine Partnerschaft verändert hat.

„Sexualität ist für mich immer schwieriger zu definieren, weil es in so vielen Aspekten grundlegend anders von dem ist, wofür ich es früher gehalten habe.“

Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?

Auf Maria bin ich über die Podcastfolge „Wahre Sinnlichkeit katapultiert Sex in eine völlig neue Dimension“ aufmerksam geworden. Ich fand Marias offene und authentische Art, über Sexualität zu sprechen, sehr toll und habe mir anschließend ihre Homepage angesehen, die auf mich einen sehr positiven und professionellen Eindruck gemacht hat.

Ich hatte häufig ein Gefühl der Sehnsucht nach etwas, trotz eines von außen betrachtet „normalen“ Sexuallebens mit meiner Partnerin. Ich hatte das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt, konnte aber gar nicht genau beschreiben, was es war.

Ich wollte Sex irgendwie mehr spüren. Ich hatte gehört, dass sich Sex unterschiedlich sättigend anfühlen kann, und hatte die Hoffnung, diesbezüglich von einer Person, die sich sehr intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, etwas lernen zu können.

Warst du aufgeregt, was dich erwartet?

In der genannten Podcastfolge wurden immer wieder kleine körperliche und mentale Übungen durchgeführt. Somit konnte ich schon vorher erfahren, mit welchem Ansatz Maria arbeitet und was mich zu Beginn wohl erwarten würde. Aufgeregt war ich trotzdem. Durch Marias entspannte und offene Art habe ich mich aber schnell sehr wohlgefühlt.

Ich hatte von Anfang an keine inneren Vorbehalte. Ich wusste, dass es der richtige Schritt ist, mich auf die Reise zu begeben, um neue Facetten und Sichtweisen auf Sexualität kennenzulernen.

Durch den Podcast und Marias liebevoll gestaltete Homepage war ich mir sicher, dass die Zeit bei Maria für mich und auch für meine Partnerschaft sehr wertvoll sein und ein guter Start dieser Reise werden würde. Ich hatte das ganz stark im Gefühl, ohne dabei unglaublich transformative Erwartungen zu haben.

Hast du mit deiner Partnerin darüber gesprochen?

Da meine Partnerin und ich schon immer sehr offen über unsere Bedürfnisse und Gefühle sprechen, war sie von Anfang an sehr involviert. Trotzdem hat es mich eine gewisse Überwindung gekostet, mit ihr darüber zu sprechen. Sie hatte jedoch Verständnis für meinen Wunsch, mein Wissen über Sexualität zu erweitern, und unterstützt das Coaching bei Maria.

Seit Beginn des Coachings sprechen wir immer mal wieder über meine neuen Erkenntnisse und tauschen uns darüber aus.

Was hast du in Bezug auf deinen Körper und deine Sexualität gelernt?

Durch Marias sehr schrittweises Vorgehen habe ich verstanden, dass sich die Intensität von Begegnungen vor allem dann wirklich entfalten kann, wenn man den Fokus nach innen auf sich selbst und seine Wahrnehmung lenkt. Sobald man ganz bei sich und seinem Körper ist, werden selbst kleine Berührungen, zum Beispiel an den Händen, sehr intensiv.

Ursprünglich dachte ich, um mehr zu spüren und Sex nachhaltiger als sättigend zu empfinden, braucht man vielleicht abenteuerliche Situationen und bestimmte Dinge im Außen, die einem im Gedächtnis bleiben: aufregende Orte, besondere Outfits, Toys und ausgefallene Stellungen.

Meine Haupterkenntnis aus dem Coaching ist jedoch, dass diese Dinge völlig kontraproduktiv sind. Denn für das Gefühl von Tiefe und Verbundenheit ist Entspannung einer der wichtigsten Faktoren. In Kombination mit Langsamkeit hat sich mein Empfinden während und nach dem Sex grundlegend verändert. Der Spruch „Weniger ist mehr“ ist beim Thema Sex und Berührung unglaublich wahr, um wirkliche Intensität zu spüren.

Wie würdest du deinen Entwicklungsprozess beschreiben?

Der heiße, schnellere Sex fühlte sich nie ganz befriedigend an. Als ich mit meiner Partnerin über „Slow Sex“ sprach, betonte sie, dass sie nur den wilderen Sex mag und nur diesen wirklich fühlen kann.

Über die verschiedenen Sitzungen hinweg habe ich wahrscheinlich immer mehr von Marias Herangehensweise in mich aufgenommen. Ich hatte nie den Eindruck: Jetzt hat sich etwas radikal verändert. Es war wohl vielmehr die Summe vieler kleiner Nuancen über die Zeit, die zu einer Veränderung geführt hat.

Der Fokus auf maximal entspannte Situationen mit wenigen Stellungswechseln, verbunden mit absoluter Langsamkeit, hat unerwarteterweise sogar die Lust meiner Partnerin sehr stark verstärkt. Als sie mich fragte, wie es sein kann, dass wir plötzlich so lange und so intensiven Sex haben, hatte sie gar nicht bemerkt, dass ich die Geschwindigkeit teilweise auf null reduziert hatte.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Früher hatte ich unterbewusst immer das Erleben eines Orgasmus für meine Partnerin und für mich als höheres Ziel. Inzwischen habe ich verstanden, dass Ziellosigkeit und die reine Konzentration auf das eigene Empfinden viel tiefer und nachhaltiger sind. Der Nebeneffekt ist sogar, dass der Orgasmus und das befriedigende Gefühl danach bei uns beiden häufig noch viel intensiver sind als vorher. Sexualität ist für mich immer schwieriger zu definieren, weil es in so vielen Aspekten grundlegend anders von dem ist, wofür ich es früher gehalten habe.

Wem würdest du diesen Weg empfehlen?

Ich bin davon überzeugt, dass die sexuelle Energie einen fundamentalen Kern unseres Menschseins bildet und einen maßgeblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat und folglich auch darauf, wie wir unseren Mitmenschen begegnen.

Ich kann daher jedem Menschen nur empfehlen, sich mit seinem Körper und seinen sexuellen Bedürfnissen zu beschäftigen und diesem Thema den nötigen Raum zu geben. Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen wie Maria gibt, die mit so viel Empathie und Unvoreingenommenheit diese unglaublich wertvolle Arbeit leisten. Ich denke, manche Dinge lassen sich nicht durch reines Sprechen und Informieren lernen, sondern nur, indem man sie selbst körperlich erfährt. Ich kann das Coaching bei Maria jedem nur wärmstens empfehlen.

Habe ich eine wichtige Frage vergessen?

Vielen Dank, liebe Maria, für die Möglichkeit, diesen Erfahrungsbericht schreiben zu dürfen. Ich freue mich, wenn ich damit auch andere Menschen ermutigen kann, diesen Schritt zu gehen.

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Coaching und Bodywork

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Marcs Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-conscious-sexuality-coaching-marc/ Tue, 27 May 2025 12:47:05 +0000 https://www.maeha.de/?p=16374 Wissen / Erfahrungsberichte / Marc Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork Marcs Erfahrungsbericht Marc wollte sein eingeschlafenes Sexleben wieder lebendig machen. Hier erzählt er, wie sich sein Bild von Sexualität verändert hat. „Ich habe mich auf Monate des Übens eingestellt, und die Arbeit hat mich in kürzester Zeit einfach so [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / Marc

Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork

Marcs Erfahrungsbericht

Marc wollte sein eingeschlafenes Sexleben wieder lebendig machen. Hier erzählt er, wie sich sein Bild von Sexualität verändert hat.

„Ich habe mich auf Monate des Übens eingestellt, und die Arbeit hat mich in kürzester Zeit einfach so in eine andere Umlaufbahn geschossen.“

Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?

Mit der Motivation, mein eingeschlafenes Sexleben zu reaktivieren und zu intensivieren.

Dazu muss ich ein bisschen ausholen: Vor ziemlich genau 30 Jahren hatte ich zum ersten Mal Sex. Ich habe in dieser Zeit viel Sport getrieben und sehr auf meine Ernährung geachtet. Mein Energiespeicher war nahezu unerschöpflich. Beim Geschlechtsverkehr bin ich zwar relativ schnell gekommen, konnte aber, ohne meine Erektion zu verlieren, nach weiterer Penetration ein zweites Mal kommen. Das hat mir viele Jahre gereicht, und ich war mit meiner „Performance“ mehr oder weniger zufrieden.

Rückblickend war der Sexualakt, bis auf die kurzen Momente der orgastischen Entladung, für mich nicht sonderlich befriedigend. Mit der Zeit hatte ich mich jedoch an diesen schnellen und überhitzten Sex gewöhnt.

Mit fortschreitendem Alter und verändertem Lebensstil, Sport und gute Ernährung waren mir nicht mehr so wichtig wie früher, war auch nicht mehr so viel Energie da. Beim Sex bin ich nach wie vor schnell gekommen, dann war aber die Luft raus. Dieser Ablauf hat mich frustriert, mein Selbstwertgefühl geschwächt und auch meine Lebensfreude geschmälert.

Zusätzlich gab es zu dieser Zeit einen tiefen Einschnitt in meinem Leben, der dazu führte, dass die Sexualität für viele Monate komplett aus meinem Leben verschwand. Ich bin dankbar, dass meine Partnerin das mitgetragen hat. Um mich nicht schlecht zu fühlen und mögliche Minderwertigkeitskomplexe zu vermeiden, hatte ich auch keine großen Anstrengungen unternommen, meine Sexualität wieder zu reaktivieren. Die Sehnsucht nach einer erfüllenden, sättigenden Sexualität war allerdings tief im Inneren immer vorhanden, und ich habe mit zunehmendem Alter immer mehr mit dem Gedanken gespielt, mir Hilfe zu holen.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Ich bin zu Maria gekommen, um durch Sinnlichkeit das Sexleben mit meiner Partnerin zu intensivieren. Ich habe mich auf Monate des Übens eingestellt, und die Arbeit hat mich in kürzester Zeit einfach so in eine andere Umlaufbahn geschossen.

Warst du am Anfang aufgeregt, was dich erwartet?

Ja, ich war ziemlich aufgeregt. Ich habe Marias komplette Website mit all den ermutigenden Erfahrungsberichten studiert und ihren Podcast bei ZEIT Online gehört. Maria beschreibt auf ihrer Website sehr interessante Zusammenhänge und auch, warum sie sich mit diesem Thema befasst. In ihrem Podcast machte sie auf mich einen sehr souveränen und kompetenten Eindruck. All das hat mich darin bestärkt, mit ihr in Kontakt zu treten.

Das war jedoch nur der erste Schritt. Der zweite war, zu ihr zu gehen und ihr meine Probleme zu schildern, und das hat schon Überwindung gekostet. Welcher Mann geht schon gerne zu einer Frau, um ihr von seinen sexuellen Problemen zu berichten? Meine Intuition hat mir aber gesagt, dass Maria genau die Richtige ist. Und letztlich habe ich mich trotz Aufregung sogar darauf gefreut, endlich offen über meine Probleme sprechen zu können.

So war meine erste Sitzung dann auch ein voller Erfolg. Maria hat eine sehr achtsame und vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre geschaffen. Ich habe mich bei ihr so gut aufgehoben und geborgen gefühlt, dass ich ohne Hemmungen und Scham über meine sexuellen Probleme und Wünsche sprechen konnte. Nach unserem ersten Gespräch hatte ich ein starkes, befreiendes Gefühl, das rückblickend schon einen Prozess der Heilung in mir in Gang gesetzt hat.

Hast du mit deiner Partnerin darüber gesprochen?

Nein, meine Partnerin weiß nicht, dass ich Sitzungen bei einem Sex-Coach besuche. Ich habe seit Jahren immer wieder angedeutet, dass ich etwas unternehmen möchte, um unser Sexleben auf Vordermann zu bringen. Für meine Partnerin war und ist es aber absolut unvorstellbar, so intime Details mit einer dritten Person zu besprechen. Es fielen dann auch Kommentare wie: „Wenn du denkst, dass du das brauchst, dann kannst du ja alleine dorthin gehen.“

Vermutlich hat sie nie damit gerechnet, dass ich das auch umsetzen würde. Die Tatsache, dass ich bei einem weiblichen Sex-Coach bin, würde sie vermutlich irritieren. Sie weiß aber, dass ich mich seit einiger Zeit mit Tantra beschäftige, zeigt ebenfalls Interesse dafür und bemerkt natürlich die positiven Veränderungen, die sie nach eigenen Worten sehr genießt.

Was hast du in Bezug auf deinen Körper und deine Sexualität gelernt?

Dank Maria sehr viel. Die allerwichtigste Erkenntnis für mich ist, dass meine Vorstellung von Sexualität grundlegend falsch war. Als leistungsorientierter Mensch war für mich klar, dass der Mann beim Sex, wie auch bei der Arbeit oder beim Sport, etwas leisten muss, er muss es der Frau „besorgen“. Diesen Gedanken hat mir Maria gleich mal aus dem Gedächtnis gestrichen. Sie hat mir erklärt, dass Sex viel mehr damit zu tun hat, im Augenblick präsent zu sein und bewusst wahrzunehmen, als mit mechanischer Erregungssteigerung.

Ihr Satz, dass ich mir um meine Männlichkeit keine Gedanken machen muss, weil ich sie von Haus aus mitbringe, hat mich sehr berührt. Sie hat mir erklärt, wie man durch die richtige Atmung in den Bauch entspannt und wie man mit einem entspannten Körper bewusst wahrnehmen kann. Die Sitzungen haben mich so motiviert, dass ich mich in den Wochen dazwischen mehr und mehr mit den besprochenen Themen auseinandergesetzt habe. Besonders der tantrische Ansatz hat mich sehr interessiert.

Bei unserer ersten Körperarbeit, bei der es darum ging, die Berührung einer Hand bewusst wahrzunehmen, habe ich am eigenen Leib gespürt, welch unglaubliche Intensität entsteht, wenn man sich auf diese sehr einfache Berührung konzentriert. Ich habe zum ersten Mal im Leben so etwas wie Ekstase gespürt und bin davon überzeugt, dass prinzipiell jeder Mensch in der Lage ist, solch intensive Gefühle wahrzunehmen. Ich wusste nicht mehr, ob ich lachen oder vor Ergriffenheit weinen sollte. Maria ist durch ihr Wissen, ihre starke Präsenz und ihre liebevolle Achtsamkeit auf dem Weg dorthin eine sehr große Unterstützung.

Wie würdest du deinen Entwicklungsprozess beschreiben?

Ich hatte bisher gar nicht so viele Sitzungen, und meistens lagen einige Wochen dazwischen. Trotzdem habe ich meiner Ansicht nach enorme Fortschritte gemacht. Mein ursprüngliches Thema ist sogar fast schon in den Hintergrund getreten. Statt fünf Minuten Verkehr hatte ich jetzt schon 50 Minuten Sex mit meiner Partnerin, bewusst langsam und mit Pausen, aber sehr intensiv und genussvoll. Drei Monate vorher wäre das für mich unvorstellbar gewesen.

Darüber hinaus ist noch viel mehr passiert: Ich hatte früher regelmäßig Migräne, seit Monaten hatte ich das nicht mehr. Zudem habe ich das Gefühl, ich könnte Bäume ausreißen, so einen Zuwachs an Energie und Kraft spüre ich in mir. Vom Couch-Potato mutiere ich dreimal pro Woche zum ambitionierten Freizeitsportler. Zufriedenheit und Dankbarkeit haben deutlich zugenommen.

Ich kann mich über einfache Dinge ekstatisch freuen. Vor allem die Natur versetzt mich durch bewusste Wahrnehmung immer wieder in große innere Freude.

Auch die Zuneigung zu meinen Mitmenschen und zu meiner Partnerin ist gewachsen. Natürlich gibt es immer noch Dinge, über die ich mich ärgere, und der Alltag zehrt nach wie vor an mir, aber all das ist viel weniger dominant als früher. Für all diese schönen Erfahrungen empfinde ich Maria gegenüber eine sehr große Dankbarkeit.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Ja, mein jahrzehntelanges Bild von Sexualität hat sich grundlegend geändert. Ich habe Leistung aus der Sexualität verbannt. Maria hat mir beigebracht, dass unser Körper Sexualität kann, unser Verstand muss ihn aber lassen. Sexualität ist für mich mehr Sein als Tun. Zum Sein gehört für mich das Bewusstsein, also das bewusste Wahrnehmen meines eigenen Körpers, und das gelingt mir durch tiefe Entspannung. Tiefe Entspannung wiederum erreiche ich durch bewusstes Atmen und eine gedankliche Reise durch meinen Körper. Es ist unglaublich, welch intensive Gefühle achtsame Berührung bei mir auslöst, wenn ich in einem entspannten, meditativen Zustand bin! Ich hätte das nie für möglich gehalten, bis Maria es mir gezeigt hat.

Wem würdest du diesen Weg empfehlen?

Ausnahmslos jedem, der einen besseren Zugang zu seinem Körper und seiner Sexualität sucht, um die enorme Energie, die in der Sexualität steckt, für mehr Lebensfreude und Wohlbefinden zu nutzen.

Habe ich eine wichtige Frage vergessen?

Ich könnte noch weiter aus mir heraussprudeln, aber ich denke, du hast mich die wichtigsten Punkte gefragt. Herzlichen Dank, liebe Maria, dass ich so einen Erfahrungsbericht schreiben kann.

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Coaching und Bodywork

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Susannes Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-conscious-sexuality-coaching-susanne/ Tue, 01 Apr 2025 08:43:07 +0000 https://www.maeha.de/?p=16344 Wissen / Erfahrungsberichte / Susanne Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork Susannes Erfahrungsbericht Susanne fühlte sich von ihrer Sexualität abgeschnitten und spürte, dass sich das nicht mit dem Kopf lösen lässt. Hier erzählt sie von ihrem Weg zurück zu sich. „Mittlerweile fühlt es sich an wie eine Art Nach-Hause-Kommen.“ [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / Susanne

Erfahrungsbericht · Coaching und Bodywork

Susannes Erfahrungsbericht

Susanne fühlte sich von ihrer Sexualität abgeschnitten und spürte, dass sich das nicht mit dem Kopf lösen lässt. Hier erzählt sie von ihrem Weg zurück zu sich.

„Mittlerweile fühlt es sich an wie eine Art Nach-Hause-Kommen.“

Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?

Ich bin 40 Jahre alt und verheiratet. Sexualität war für mich schon immer ein „Thema“ im negativen Sinne. Ich hatte in meiner Jugend mehrere Beziehungen. Am Anfang dachte ich immer: „Dieses Mal passt es.“ Ich hatte Lust, und Sex machte mir Spaß. Mit der Zeit flachte dieses Gefühl ab, und Sex wurde für mich immer schlimmer. Mit meinem jetzigen Mann merkte ich, dass sich dasselbe Muster abzuspielen begann. Ich bin glücklich mit ihm, Sex ist für ihn wichtig, und ich hatte das Gefühl, dass er mir eigentlich auch wichtig sein könnte, ich mich aber davon „abgeschnitten“ hatte. Ich war vor vielen Jahren bereits bei einer klassischen Sexualtherapie. Außer dem Satz „Die Genitalien sind nicht nur zum Waschen da“ ist mir nicht viel hängen geblieben. Ich habe gespürt, dass sich mein Problem nicht mit dem Kopf lösen lässt. Ich meditiere seit ein paar Jahren und habe dadurch einen stärkeren Zugang zu meinem Inneren bekommen. Mir war also klar, dass es einen anderen Weg geben muss, um in Bezug auf meine Sexualität zu mir zurückzufinden.

Durch meine Mutter habe ich Sexualität als etwas Schlechtes erfahren. Sie hatte, als ich klein war, viele wechselnde Partner, und ich habe sie manchmal beim Sex gesehen. Das war für mich bedrohlich. Ab elf habe ich bei meiner Großmutter gewohnt. Sie war mein Fixstern und gab mir Stabilität. Durch die streng christliche Erziehung habe ich aber den Glaubenssatz verinnerlicht, dass Sex etwas Böses ist und „nur Schaden anrichtet“. Das hat dazu geführt, dass ich meine Sexualität in der Jugend heimlich ausgelebt und dabei immer ein schlechtes Gewissen hatte.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Am Anfang wollte ich mich „reparieren“, damit ich in meiner Beziehung wieder richtig „funktioniere“. Little did I know. Ich begab mich auf eine Reise zu mir selbst …

Warst du am Anfang aufgeregt, was dich erwartet?

Ja, sehr! Ich würde sogar sagen, dass ich die ersten drei, vier Male sehr aufgeregt war, immer vor unseren Treffen. Sobald ich da war, habe ich Marias geschützten Raum gespürt und konnte mich dem Prozess hingeben.

Ich hatte Zweifel, ob es einfach wieder eine Sache ist, die ich ausprobiere und die nicht funktioniert.

Hast du mit deinem Mann darüber gesprochen?

Ja, mein Mann hat Maria im Internet gefunden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es manchmal schwer ist, den Prozess, den ich innerlich durchlaufe, in Worte zu fassen und mit ihm zu teilen. Nach den ersten Besuchen bei Maria war seine Neugier natürlich groß, und das hat sich für mich wie eine Art Bedrängnis angefühlt. Wir haben dann vereinbart, dass wir erst einmal nicht darüber reden, nur wenn ich von mir aus auf ihn zukomme. Das hat es für mich deutlich erleichtert, und ich kann die Treffen mit Maria erst einmal richtig sacken lassen, bevor ich darüber spreche.

Was hast du in Bezug auf deinen Körper und deine Sexualität gelernt?

Ich würde es als einen feinen und leisen Prozess beschreiben. Nach und nach fühle ich mich freier, leichter. Ich merke, dass ich mich beim Sex mehr spüre, mehr im Moment da sein kann und viele Glaubenssätze, die mich beschwert haben, in Frieden abgeben kann. Ich spüre, dass da noch mehr ist, das ich mit Freude erkunden mag.

Sex ist für mich dadurch nicht mehr bedrohlich. Mein Körper lässt Berührungen zu und kann sie genießen, wo er sich vorher verkrampft hat. Ich erlaube mir zum ersten Mal in meinem Leben, meinen Körper zu spüren und mich der Lust hinzugeben, ohne mich dafür im Kopf zu verurteilen. Es tut sich ein innerer Raum auf, zu dem die Verbindung mit der Zeit stärker wird. Selbstberührung ist für mich noch eine Herausforderung. Dennoch habe ich ein liebevolleres Verhältnis zu meinem Körper.

Ich kann Sex genießen, mich hingeben und habe klarere Vorstellungen davon, was „guten Sex“ ausmacht. Es sind nicht irgendwelche wilden Stellungen oder Spielzeuge. Es ist die echte Verbindung.

Kanntest du sinnliche und achtsame Berührung, und was hat sie mit dir gemacht?

Ich kannte diese Art der Berührung vorher nicht. Am Anfang fühlte es sich an wie ein Overload für mein Nervensystem. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes „Sternchen gesehen“. Mittlerweile fühlt es sich an wie eine Art Nach-Hause-Kommen.

Die echte Verbindung zu meinem Körper nimmt so viel Last und gibt mir auf eine Art auch Frieden.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Ja, ich habe erkannt, dass das, was ich im Außen über Sexualität gelernt habe (wie sie auszusehen hat, was gut ist und was nicht, ob sie bedrohlich oder schlecht ist), nichts damit zu tun hat, wie ich sie erlebe oder erleben will. Meine Sexualität ist ein Weg, den ich gerade erst zu erkunden begonnen habe und der allein für mich gemacht ist.

Wem würdest du diesen Weg empfehlen?

Eigentlich jedem. Ich hätte nie gedacht, dass Sexualität für mich der Zugang zu meinem wahren Selbst ist. Ich wünsche mir, dass jeder diese Erfahrung machen darf.

Und wie würdest du die Arbeit beschreiben?

Am Anfang war viel Gespräch. Maria hat immer genau gespürt, wozu ich in welchem Moment bereit war. Sie holt einen aus der Komfortzone heraus, ohne dabei jemals Grenzen zu verletzen. Ich fühle mich sicher! Maria hilft mir, Gefühle zu formulieren und dadurch zu verstehen. Die sinnliche Berührung ist im wahrsten Sinne des Wortes sinnlich. Sie berührt nicht nur meinen Körper, sondern meine Seele.

Habe ich eine wichtige Frage vergessen?

Abschließend möchte ich sagen, dass es für mich eine heilige Erfahrung ist und ich von Herzen dankbar bin, dass ich diesen Weg mit dir gehen darf. Danke!

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Coaching und Bodywork

Möchtest du es selbst erleben?

Im kostenlosen Kennenlern-Telefonat schauen wir gemeinsam, was du dir wünschst und welche Begleitung gerade passt.

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Bellas Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-trauma-sexualitaet-bella/ Fri, 13 Dec 2024 10:39:31 +0000 https://www.maeha.de/?p=16266 Wissen / Erfahrungsberichte / Bella Erfahrungsbericht · Somatic Experiencing und Sexological Bodywork Bellas Erfahrungsbericht Bella verband Sex lange mit Schmerzen und hielt sich für „unnormal“. Hier erzählt sie offen von ihrem Weg und davon, was ihr geholfen hat. „Seitdem ich bei Maria war, bin ich viel mehr in meinem [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / Bella

Erfahrungsbericht · Somatic Experiencing und Sexological Bodywork

Bellas Erfahrungsbericht

Bella verband Sex lange mit Schmerzen und hielt sich für „unnormal“. Hier erzählt sie offen von ihrem Weg und davon, was ihr geholfen hat.

„Seitdem ich bei Maria war, bin ich viel mehr in meinem Körper.“

Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?

Meine sexuelle Reise, verbunden mit Schmerzen, begann mit meinem ersten Frauenarztbesuch als Teenie. Die Ärztin war sehr grob, und die Behandlung war für mich extrem schmerzhaft. Ich erinnere mich noch, dass ich damals sogar geschrien habe. Danach war ich viele Jahre nicht mehr beim Frauenarzt. Zusätzlich erlebte ich mit etwa zwölf Jahren einen sexuellen Übergriff durch einen Bekannten meines Vaters. Nach einer Party hat er sich zu mir ins Bett gelegt und mir über die Oberschenkel gestrichen. Mehr ist nicht passiert. Aus erwachsener Sicht scheint das nicht so schlimm, allerdings weiß ich heute, dass meine Schmerzen beim Sex ihren Ursprung in diesen beiden Erlebnissen haben.

Ich war bei sexuellen Aktivitäten immer sehr zurückhaltend und hatte mein erstes Mal auch sehr spät. Spaß hatte ich nie, egal wie großartig oder trainiert der Mann war. Ich habe Sex immer mit schmerzhaft und nervig verbunden. Das Schlimmste war aber, dass ich immer dachte, ich sei unnormal. Schließlich dreht sich die ganze Welt um Sex, und alle anderen haben ja ach so viel Spaß. Nur bei mir klappt es eben nicht.

Ich hatte mich einige Jahre intensiv mit dem Thema beschäftigt, Bücher gelesen, Podcasts gehört und Online-Tools ausprobiert, aber so richtig geändert hat sich nichts. Ich habe weiterhin gedatet und die Männer unter starken Schmerzen eindringen lassen. Später habe ich den Männern erzählt, dass ich Vaginismus habe und Penetration daher sehr schmerzhaft für mich ist. Ob ich tatsächlich Vaginismus hatte, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber es war immer ein ganz guter Grund, den die Männer auch verstanden haben.

Nachdem mich die ganze Theorie nicht wirklich weitergebracht hatte, habe ich eine Sexualtherapie im Einzelsetting gemacht. Alle zwei Wochen hatte ich einen Online-Termin mit der Therapeutin. Es ging viel um Selbstbefriedigung, Fantasie, Gas- und Bremsfaktoren und so weiter. Die „große Wolke“ über mir war immer, ich solle mich mehr selbst befriedigen. Ich habe das auch wirklich versucht, aber es hat mich total frustriert. Ich hatte erwartet, dass ich innerhalb von fünf Minuten total erregt bin und mega viel Spaß habe. So war es aber (natürlich) nicht. Die Therapeutin meinte dann, ich müsse mir mehr Zeit lassen. Also habe ich mich überwunden und 20 bis 30 Minuten geübt. Die Frustration war dann aber noch viel größer, weil wieder „nichts“ passiert war und ich viel Zeit investiert hatte. Und natürlich war die Motivation für das nächste Mal noch geringer. In meiner letzten Sitzung meinte die Therapeutin, ich sei einfach ein Typ, der sexuelle Aktivitäten mit Männern üben müsse und eben nicht allein. Das hat mich sehr frustriert und traurig gemacht. Ich dachte mir: Welcher Mann hat denn bitte Lust, mit einer Mittdreißigerin Petting und andere Dinge aus der Bravo auszuprobieren? In diesem Alter muss man das doch alles können und perfektioniert haben. Ich hatte sowieso schon immer das Gefühl, dass die Männer mit mir im Bett nicht viel anfangen können und es auch für sie eher frustrierend ist. (Kleiner Exkurs: Ich habe daraufhin einen Onlinekurs zum Thema Penismassage gemacht. Das hat mir tatsächlich sehr geholfen, denn so konnte ich den Männern auch ein bisschen Spaß schenken, ohne Schmerzen zu haben und ohne dass es nur um Penetration ging. Für mein Selbstbewusstsein war das enorm hilfreich.)

Nach der Sexualtherapie habe ich eine Weile nicht gedatet und mich auch nicht angefasst. Ich hatte einfach keine Lust mehr und war überzeugt, dass es bei mir nie besser wird und ich eben unnormal bleibe.

Als ich wieder mit dem Dating anfing, habe ich einen Mann kennengelernt, und wir haben uns öfter getroffen. Mittlerweile konnte ich meinen Beckenboden ganz gut entspannen, sodass Penetration halbwegs ging. Spaß hatte ich natürlich weiterhin nicht, aber ich dachte, das würde sich irgendwann von selbst geben. Eines Tages bin ich bei ihm über Nacht geblieben. Das Vorspiel lief eigentlich immer gleich ab: Er hat mir fest an die Brust gegriffen, Zungenkuss und zack, eindringen. Ich habe ihm gesagt, dass ich mehr Zeit für das Vorspiel brauche. Er meinte daraufhin, wir hätten an dem Tag ja schon viel Zeit miteinander verbracht. Das stimmte auch, wir waren im Museum, ohne Händchenhalten, ohne Küssen. Da war mir klar, dass er der falsche Mann für mich war.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Das Gute an diesem Mann war, dass mir ein Muster bewusst geworden ist: Ich friere bei sexuellen Aktivitäten sehr schnell ein. Ich liege dann ganz passiv neben dem Mann und „lasse alles über mich ergehen“. Genau dieses Gefühl hatte ich bei dem Übergriff in der Kindheit. Ich habe daraufhin nach „Trauma und Sex“ gegoogelt und bin auf Maria Kehr gestoßen. Ursprünglich wollte ich einen Online-Kurs machen, eigentlich ähnlich wie all die Dinge, die ich vorher schon gemacht hatte. Sie meinte aber, für mich sei Körperarbeit eher geeignet, und ich solle mal vorbeikommen. Und das habe ich gemacht.

Was hast du gelernt, in Bezug auf deinen Körper, deine Sexualität, deine Überzeugungen, deine Beziehungen und dein Leben im Allgemeinen?

Ich habe ihr von dem Übergriff erzählt, und wir haben dieses Trauma sehr schnell auflösen können. Schon in der zweiten Sitzung habe ich gemerkt, dass ich anders auf das Erlebnis blicke und nicht mehr einfriere. Im Gegenteil: Wenn ich heute an das Ereignis denke, bin ich in Gedanken sehr aktiv und wehre mich. Dadurch bin ich auch bei sexuellen Begegnungen mit Männern viel aktiver und friere nicht mehr ein. Auch wenn es nicht zur Penetration kommt, genieße ich die Zweisamkeit heute viel mehr als früher.

Danach habe ich bei Maria auch Berührungsarbeit gemacht, zum Beispiel die Conscious Touch Meditation. Klar, am Anfang ist das schon sehr ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell daran. Ich habe die sinnlichen und leichten Berührungen sehr genossen. Es ist auch nicht wirklich sexuell, sondern eher ein „Ich tue etwas Gutes für mich“. Und das ist es tatsächlich auch. Ich habe gelernt, dass jeder Mensch anders angefasst werden möchte. Es ist daher total normal, dass mein Gegenüber mich nicht so streichelt, wie ich es gerne hätte. Das ist auch gar nicht schlimm, denn ich kann mir während der Zweisamkeit selbst die Berührungen holen, die ich mir wünsche, einfach indem ich meinen Körper entsprechend bewege.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Seitdem ich bei Maria war, bin ich viel mehr in meinem Körper. Tatsächlich fühle ich mich oft auch weiblicher. Mittlerweile kann ich sogar Penetration mit einem Mann genießen. Darauf bin ich richtig stolz und dafür dankbar.

Was würdest du Betroffenen empfehlen?

Ihr seid total normal.
Bei anderen läuft der Sex kein Stück besser. Selbst wenn bei ihnen die Penetration klappt, genießen sie den Sex meist nicht, sondern fahren „Schema F“ ab.

Kümmert euch.
Von allein wird sich nichts tun. Setzt euch mit dem Thema Sexualität auseinander, reflektiert bisherige Erfahrungen, holt euch Rat.

Theorie ist gut, Praxis ist besser.
Das Wissen bringt einem schon eine Menge, aber man muss auch üben. Das muss nicht immer das volle Selbstbefriedigungs-Programm sein. Das können auch schon zwei Minuten sein, in denen man den eigenen Arm berührt.

Persönliche Beratung ist am besten.
Natürlich sind Online-Kurse, in denen man anonym bleibt und für sich übt, bequem, machbar und günstiger. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass persönlicher Kontakt zu deutlich schnelleren Ergebnissen führt.

Viele Wege führen nach Rom.
Bei mir war es unterm Strich eine Kombination aus vielen Techniken, Inhalten, Übungen und Medien, die mir weitergeholfen hat. Ihr werdet nicht eines Tages aufwachen, und alles ist paletti. Veränderung braucht Zeit.

Nicht aufgeben.
Der Weg ist das Ziel. Es ist total normal, dass es eine Weile dauert, bis man an sexuellen Handlungen, allein oder zu zweit, Spaß hat. Früher war ich immer sehr frustriert, weil nichts passiert ist. Heute denke ich mir: Immerhin habe ich mich fünf Minuten berührt. Das ist doch toll. Der Rest kommt schon noch.

Macht euch keinen Druck und genießt die Reise.
Ihr werdet dadurch auch persönlich sehr wachsen und reifen. Und eines Tages kommen all die Frauen, die angeblich so viel Spaß haben, zu euch, fragen um Rat oder erzählen von ihren sexuellen Frustrationen.

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Somatic Experiencing

Möchtest du es selbst erleben?

Wenn dich Bellas Geschichte an deine eigene erinnert: Im kostenlosen Kennenlern-Telefonat schauen wir behutsam, welche Begleitung gerade passt.

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Klaras Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-sexual-coaching-klara/ Thu, 14 Mar 2024 14:34:26 +0000 https://www.maeha.de/?p=15880 Wissen / Erfahrungsberichte / Klara Erfahrungsbericht · Sexualcoaching Klaras Erfahrungsbericht Klara wollte verstehen, wie sie „tickt“, und ihr sexuelles Erleben vertiefen. Hier erzählt sie, wie sie das Sexualcoaching erlebt hat. „Nach dem ersten Gespräch mit Maria war mir aber schon klar, dass ich mich entspannen kann und ich nur [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / Klara

Erfahrungsbericht · Sexualcoaching

Klaras Erfahrungsbericht

Klara wollte verstehen, wie sie „tickt“, und ihr sexuelles Erleben vertiefen. Hier erzählt sie, wie sie das Sexualcoaching erlebt hat.

„Nach dem ersten Gespräch mit Maria war mir aber schon klar, dass ich mich entspannen kann und ich nur so weit gehen kann, wie ich möchte.“

Wie bist du auf MAÉHA aufmerksam geworden?

Über eine Google-Suche. Ausschlaggebend war dann für mich, dass MAÉHA in München ist und die Sessions nicht nur online waren.

Mit welcher Motivation bist du zum Sexualcoaching gekommen?

Ich wollte vor allem mehr über mich selbst herausfinden und verstehen, wie ich „ticke“. Anfangs war das für mich vor allem auf der körperlichen Ebene. Im Laufe des Coachings habe ich aber gemerkt, dass es für mich viel mehr um die emotional-mentale Ebene geht und dass ich erst einmal diese erkunden muss, bevor ich weitergehe.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Mein größtes Ziel war ein besseres sexuelles Erleben und, mich selbst darin zu verstehen. Das war nach dem Coaching definitiv der Fall.

Warst du am Anfang aufgeregt, was dich erwartet und wie das so wird?

Ich war schon ein bisschen aufgeregt und habe mich im Internet viel darüber informiert, wie ein „Sexualcoaching“ aussehen kann. Ich habe trotzdem versucht, offen zu bleiben und mir im Vorhinein nicht zu viele Gedanken zu machen. Nach dem ersten Gespräch mit Maria war mir aber schon klar, dass ich mich entspannen kann und ich nur so weit gehen kann, wie ich möchte.

Hast du mit deinem Lebenspartner darüber gesprochen? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ja, ich habe mit meinem Partner darüber gesprochen, insbesondere weil wir das gemeinsame Ziel hatten, ein besseres sexuelles Erleben zu kultivieren und uns auf einer tieferen Ebene zu begegnen. Das hat mich dann bestärkt, das Thema mit jemand Professionellem anzugehen. Auch über die Monate habe ich meinem Partner von den Sessions erzählt und davon, was ich dadurch erlebe. Er hat es immer sehr positiv aufgenommen und mich bestärkt.

Was hast du durch das Sexualcoaching gelernt, in Bezug auf deinen Körper, deine Sexualität, deine Glaubensüberzeugungen, deine Beziehungen und dein Leben im Allgemeinen?

Das Coaching war super! Maria ist sehr einfühlsam und feinfühlig, ich habe mich zu jedem Zeitpunkt mehr als wohl gefühlt. Meine größte Lernerfahrung ist die Erkenntnis, dass wir alle eigentlich wissen, was uns und unserem Körper guttut, egal in welcher Beziehung. Durch das Beobachten meiner selbst und die Wahrnehmung von Emotionen und Empfindungen habe ich eine tiefere Beziehung zu meinem Körper entwickelt. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, darauf zu hören und sich seiner Bedürfnisse bewusst zu werden, und dass das der erste Schritt zu einem selbstbestimmteren Leben ist.

Ich begreife jetzt, dass es das eine „Normal“ nicht gibt und ich auch nicht zwanghaft in bestimmte Verhaltensweisen oder Charakteristiken passen muss. Das Coaching hat mir gezeigt, wie schön Selbstakzeptanz sein kann.

Im Vergleich zu vor dem Coaching bin ich deutlich ausgeglichener und weiß, wie ich besser mit Stress umgehen kann. Natürlich ist es ein Lernprozess, aber durch Maria habe ich verstanden, wie ich diese neu gefundene Resilienz in meinem Leben kultivieren kann. Dieser Prozess hält natürlich weiterhin an, ist durch die Einführung im Coaching aber sehr angenehm. Ich war zu keiner Zeit überfordert oder habe mich unwohl gefühlt.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Das Bild, das ich von Sexualität hatte, hat sich meiner Meinung nach zum Positiven verändert. Für mich ist Sexualität mehr und mehr ein Mittel für emotionale Verbindung und Bedürfnisse geworden und weniger etwas rein Körperliches. Das hat mir auch gezeigt, aus welchen Gründen ich Sexualität mit meinem Partner lebe und wie wir sie bestmöglich pflegen können.

Wem würdest du Sexualcoaching empfehlen?

Jedem, der Interesse daran hat, sich selbst und Sexualität auf einer neuen Ebene zu erfahren. Ich glaube, es ist essenziell, dass Neugierde und Unvoreingenommenheit da sind. Dann findet man auf jeden Fall vieles über sich heraus.

Und wie würdest du die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit an sich ist sehr angenehm und entspannend. Marias tolle Art erlaubt es einem, loszulassen und neue Dinge über sich selbst herauszufinden. Es war zu keiner Zeit negativ oder urteilend. Ich konnte immer sagen, wenn mir etwas zu viel war oder ich mir etwas anderes gewünscht habe.

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Sexualcoaching

Möchtest du es selbst erleben?

Im kostenlosen Kennenlern-Telefonat schauen wir gemeinsam, was du dir wünschst und ob Sexualcoaching gerade das Richtige für dich ist.

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Was du über Tantramassage wissen solltest https://www.maeha.de/was-ist-eine-tantramassage/ Thu, 02 Nov 2023 19:30:16 +0000 https://www.maeha.de/?p=15614 Wissen / Slow Sex und Tantra / Tantramassage Slow Sex und Tantra · 6 Minuten Lesezeit Was du über Tantramassage wissen solltest Was eine Tantramassage ist, wie sie abläuft und worauf du achten kannst. Was bedeutet „Tantramassage“?Der Begriff „Tantramassage“ wird für ganz Verschiedenes verwendet und oft [...]

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Wissen / Slow Sex und Tantra / Tantramassage

Slow Sex und Tantra · 6 Minuten Lesezeit

Was du über Tantramassage wissen solltest

Was eine Tantramassage ist, wie sie abläuft und worauf du achten kannst.

Maria Kehr in ruhiger Stimmung

Was bedeutet „Tantramassage“?

Der Begriff „Tantramassage“ wird für ganz Verschiedenes verwendet und oft missverstanden. Grob lassen sich drei Bedeutungen unterscheiden:

Drei Bedeutungen

Erotikmassage mit Happy End
Kein Tantra. Leider verbirgt sich in der Praxis und auch in vielen Köpfen genau diese Vorstellung hinter dem Wort.

Zertifizierte Tantramassage
Die moderne Form, wie sie vom Tantramassage-Verband als Tantramassage TMV® zertifiziert wird.

Traditionelle Tantramassage
Ursprünglich ein Berührungsyoga nach alter tantrischer Philosophie.

Die alte Tradition

Die ursprüngliche tantrische Philosophie sieht den Menschen als Teil des Universums und versteht Sexualität als Teil des spirituellen Weges. Im Westen wird Tantra oft auf Sexualität reduziert, aber das muss nicht so sein. In traditionellen tantrischen Massagen geht es darum, Sexualität zu verwandeln und eine Erfahrung zu machen, die einer Meditation gleicht. Es entsteht eine tiefe Verbindung zu dir selbst, zu deinem Gegenüber und zum Kosmos, oft begleitet von einem Gefühl von Vibration und Schwingung. Es wird still in dir, und eine tiefe Zufriedenheit entsteht, die weit über das Körperliche hinausgeht.

Die moderne Tantramassage

Die Tantramassage, wie sie heute praktiziert wird, entstand im 20. Jahrhundert und geht auf den indischen Philosophen Osho zurück. Weiterentwickelt hat sie Andro Andreas Rothe, Gründer des Diamond Lotus Tantra in Berlin, der ältesten Tantraschule Europas. Michaela Riedl hat seit 1997 die meisten professionellen Tantramasseur:innen ausgebildet und die Grundlage für die heutige Ausbildung geschaffen.

Tantramassage oder Erotikmassage?

Die Grenze zwischen Tantramassage und Erotikmassage ist nicht immer leicht zu ziehen. Die Qualität einer Tantramassage hängt von beiden Seiten ab, von der gebenden und der empfangenden Person. Grundlage ist eine absichtslose Haltung. Sie braucht Zeit, um gelernt zu werden.

Auch als empfangende Person hilft es, mit dieser Haltung vertraut zu sein. Wer vor allem auf den entladenden Höhepunkt aus ist, erlebt eine Tantramassage leicht als Erotikmassage. Und wenn du belastende Erfahrungen gemacht hast, kann es sein, dass du dich nicht entspannen oder deine Grenzen nicht rechtzeitig spüren kannst, weil alles zu plötzlich, zu schnell oder zu viel ist. Dann kann das Ritual missverstanden oder sogar grenzüberschreitend erlebt werden.

Wenn du das vermeiden möchtest, lohnt es sich, das Empfangen zuerst in einem geschützten Rahmen zu üben, zum Beispiel mit Sexological Bodywork oder Somatic Experiencing. Dort übst du Absichtslosigkeit, und dein eigenes Tempo wird berücksichtigt.

Die Rolle der gebenden Person

Der Tantramassage-Verband setzt sich für Qualität und professionelle Ausbildung ein. Trotzdem ist die Haltung der gebenden Person sehr unterschiedlich. Eine stimmige Tantramassage ist absichtslos und einfühlsam.

Wie sollte eine Tantramassage sein?

Eine Tantramassage ist eine ganzheitliche Körpermassage, die mit bestimmten Energiezentren arbeitet, um sexuelle Energie zu wecken und im Körper zu verteilen. Das Ziel ist nicht der Orgasmus, sondern Entspannung und eine neue Erfahrung des eigenen Körpers. Sie kann helfen, Stress abzubauen und Hemmungen abzulegen, und kann spirituelle Elemente wie Rituale, Verehrung des Körpers und Atemübungen enthalten.

Was ist eine zertifizierte Tantramassage?

Der Berufsverband für Tantramassage hat verbindliche Ausbildungskriterien festgelegt. Nach etwa anderthalb Jahren berufsbegleitender Ausbildung erhalten Absolvent:innen den Titel „Tantramasseur:in TMV®“.

Eine zertifizierte Tantramassage ist ein sinnliches Ganzkörperritual, das den Intimbereich als natürlichen Teil des Körpers einbezieht. Zum Ablauf gehören:

  • Vorgespräch
  • Massage und rituelle Verehrung des ganzen Körpers
  • respektvolle Berührung des Intimbereichs
  • Yoni-Massage bei Frauen, Lingam-Massage bei Männern
  • begleitende Atemarbeit und Bewegungsimpulse
  • Wecken der Energie im Beckenboden
  • auf Wunsch Prostata-Massage oder Erkunden des G-Punkts
  • Zeit zum Nachspüren, Ruhe und Nachgespräch

Wie läuft eine Tantramassage ab?

Nach einem Gespräch und einer Dusche wird der ganze Körper mit warmem, duftendem Öl massiert, von Kopf bis Fuß und mit viel Aufmerksamkeit für jede Berührung. Ziel ist, Spannungen abzubauen und ein tiefes Gefühl von Entspannung und Wohlbefinden entstehen zu lassen. Danach gibt es oft Zeit, das Erlebte nachklingen zu lassen.

Die Berührungen sind sanft, zart und anders als bei einer klassischen Massage. Sie sollen die Sinne öffnen. Der ganze Körper wird berührt, auch die Genitalien. Der Orgasmus wird aber nicht angestrebt, im Mittelpunkt steht ein ganzheitliches Erleben von Sinnlichkeit. Mehr dazu in Der unverstandene Orgasmus.

Wie entsteht Ekstase?

Ekstase entsteht durch Loslassen, tiefe Entspannung und Hingabe an die Berührung. Ein festes Ziel lenkt eher davon ab, den Moment zu erleben. Eine Tantramassage gleicht einer Meditation, in der die Aufmerksamkeit ganz im eigenen Körper ist. Aus dieser Achtsamkeit können tiefe Zustände von Lust und Freude entstehen.

Tantramassage als Paar

Paare können lernen, sich gegenseitig tantrisch zu massieren und diese Berührung in ihre Intimität zu integrieren. Die Berührungen sind leicht und zart. Oft gehören Berührungsmeditationen und Atemübungen dazu, zum Beispiel die Conscious Touch Meditation.

Seminare und Ausbildung

Seminare sind ein guter Einstieg in die Welt der Tantramassage. Du bekommst Hintergrundwissen und sammelst eigene Erfahrungen. Achte auf qualifizierte Lehrende, die eine stimmige tantrische Haltung weitergeben.

Wer selbst Tantramasseur:in werden möchte, findet sehr unterschiedliche Ausbildungswege. Gute Ausbildungen gehen über Massagetechniken hinaus und behandeln auch Ethik, Kommunikation und Anatomie. Wichtig sind ein anerkanntes Zertifikat, erfahrene Lehrende und Möglichkeiten zur Weiterbildung.

Maria Kehr

Geschrieben von

Maria Kehr

Conscious Sexuality Coach in München. Ich arbeite mit Sexological Bodywork, Somatic Experiencing und Tantra und unterrichte in der Weiterbildung Sexualberatung am spt-Institut und an der TU München.

Mehr über mich

Empfangen lernen

Berührung in deinem Tempo.

In Sexological Bodywork übst du, Berührung absichtslos zu empfangen und deine Grenzen zu spüren. In meinen Workshops lernst du achtsame Berührung in der Gruppe.

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Was ist Slow Sex? https://www.maeha.de/was-ist-slow-sex/ Sun, 30 Jan 2022 17:13:29 +0000 https://www.maeha.de/?p=15023 Wissen / Slow Sex und Tantra / Was ist Slow Sex? Slow Sex und Tantra · 5 Minuten Lesezeit Was ist Slow Sex? Orgasmus, Intimität und Nähe: worauf es beim Slow Sex ankommt und wie er funktioniert. Was ist Slow Sex?Slow Sex ist ein tantrisch inspirierter [...]

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Wissen / Slow Sex und Tantra / Was ist Slow Sex?

Slow Sex und Tantra · 5 Minuten Lesezeit

Was ist Slow Sex?

Orgasmus, Intimität und Nähe: worauf es beim Slow Sex ankommt und wie er funktioniert.

Zwei Menschen in zärtlicher Nähe

Was ist Slow Sex?

Slow Sex ist ein tantrisch inspirierter Weg, Sexualität zu leben, wie ihn vor allem Diana Richardson bekannt gemacht hat. Im Mittelpunkt stehen Intimität und Nähe, nicht der Orgasmus. Gewohnter Sex ist meist auf den Höhepunkt ausgerichtet und erzeugt dadurch oft Leistungsdruck und Stress. Slow Sex lädt dich ein, stattdessen ganz im Erleben zu sein.

Ist Slow Sex langweilig?

Der Name verrät schon viel: Wie bei Slow Food geht es um Qualität statt Tempo. Beim Slow Sex ist tatsächlich alles langsamer, und das aus gutem Grund. In der Langsamkeit können sich festgefahrene Muster, Anspannung und Scham lösen. Der Körper bekommt Zeit, sich zu öffnen. Beim schnellen, gewohnten Sex ist dafür oft kein Raum.

Viele von uns kennen ihre eigenen Bedürfnisse kaum. Wir spielen nach, was wir aus Filmen, Serien oder Pornos kennen, und haben es so lange eingeübt, dass es uns normal vorkommt.

Was verändert Slow Sex?

Es geht darum, deine innere Haltung beim Sex zu verändern. Was passiert, spürst du bewusster und dadurch intensiver, auch wenn der gewohnte, entladende Orgasmus erst einmal ausbleibt. Weil die Begegnung langsamer wird, kann sich die Wahrnehmung deines Körpers entfalten. Das Erleben wird reicher und lustvoller.

Keinen Orgasmus anzustreben und alles langsam zu tun, klingt für viele zunächst wenig verlockend. Manche sorgen sich auch, ob die Erektion bleibt. Genau diesen Druck darfst du nach und nach loslassen.

Wenn du experimentierst und auch zulässt, dass es sich zwischendurch ungewohnt oder langweilig anfühlt, öffnet sich oft eine ganz neue Welt. Wie bei Yoga oder Meditation gilt: Verstehen kommt durch Erfahrung. Wie es mir selbst damit ergangen ist, erzähle ich in Slow Sex: ein Erfahrungsbericht.

Gibt es beim Slow Sex keinen Höhepunkt?

Der Höhepunkt ist beim Slow Sex nicht das Ziel. Er darf kommen, aber er ist nicht entscheidend. Es geht darum, dich besser zu spüren, ohne Leistungsdruck, absichtslos und spielerisch. Deshalb könnt ihr euer Liebesspiel jederzeit beenden, ohne dass etwas fehlt, denn jeder Moment war schon erfüllt. Mit etwas Übung zeigt sich der Orgasmus oft auf eine neue, tiefere Weise.

Was ist anders als beim gewohnten Sex?

Diana Richardson und die tantrische Tradition unterscheiden zwischen heißem und kühlem Sex. Heißer Sex ist wild und schnell, mit entladenden Orgasmen, und hat seine Berechtigung. Slow Sex ist kühl: Dein Herz schlägt ruhig, dein Atem ist langsam, du bist tief mit dir und deinen Empfindungen verbunden. Dein ganzer Körper ist auf Spüren, Öffnung und Hingabe ausgerichtet.

Slow Sex macht dir bewusst, was du da eigentlich tust. Wenn du das einmal erfahren hast, kannst du jede Spielart leben, nur deine innere Haltung ist eine andere: selbstbestimmt und frei. Das ewig gleiche Vorspiel und das Hinarbeiten auf den Orgasmus dürfen hinter dir bleiben.

Wie funktioniert Slow Sex?

Nähe und Intimität zu teilen ist wichtiger, als einen Orgasmus zu erreichen. Es braucht sehr wenig, und je weniger ihr tut, desto intensiver kann es werden. Mechanische Handgriffe und erotisches Schauspiel dürft ihr weglassen. Es geht um das Sein im Moment.

Wir sind so an Leistung gewöhnt, dass wir uns kaum vorstellen können, dass sexuelle Energie gerade dann fließt, wenn wir nichts tun. Am Anfang entsteht dabei oft wenig Erregung, weil der Körper noch angespannt ist. Mit der Zeit, wenn die Anspannung nachlässt und die Wahrnehmung feiner wird, können sich tiefere Zustände einstellen. Mehr dazu in Der unverstandene Orgasmus.

Was passiert im Körper?

Slow Sex kann die Bindung zu deinem Gegenüber vertiefen. Nähe und zärtliche Berührung fördern die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin. Statt auf das Feuerwerk des Orgasmus zu warten, bleibt ihr entspannt und erlebt die körperliche Nähe intensiver.

Zum Ausprobieren

Lass dir Zeit.
Lass den Orgasmus für eine Weile nicht dein Handeln bestimmen. Spüre, was in deinem Körper geschieht. Wie fühlt sich die Haut deines Gegenübers an? Wie entfaltet sich die Begegnung in dir?

Entspanne deine Muskeln.
Lass alle Muskeln los, die du für deine Haltung nicht brauchst: Bauch, Beckenboden, Po, Beine, Füße, Hals, Schultern, Mund, Kiefer und auch das Zwerchfell. Wenn du merkst, dass du wieder anspannst, lass erneut los.

Antworte auf Erregung nicht mit mehr Aktion.
Wir neigen dazu, nach Erregung zu greifen: Wir bewegen uns schneller, atmen schneller und spannen an. Beobachte diese automatische Reaktion deines Körpers und kehre zu Langsamkeit und Ruhe zurück. Bleib offen.

Brauchen wir eine neue Sexualkultur?

Bewusst auf den Höhepunkt zu verzichten, ist für viele neu und für manche zunächst undenkbar. Heißer Sex ist eingeübt und macht Spaß. Wenn du dich auf das Experiment einlässt und Slow Sex eine Chance gibst, kann sich dein Erleben von Sexualität grundlegend verändern.

Maria Kehr

Geschrieben von

Maria Kehr

Conscious Sexuality Coach in München. Ich arbeite mit Sexological Bodywork, Somatic Experiencing und Tantra und unterrichte in der Weiterbildung Sexualberatung am spt-Institut und an der TU München.

Mehr über mich

Slow Sex als Paar

Gemeinsam langsamer werden.

Im Slow Sex Coaching begleite ich euch über mehrere Sitzungen, und ihr übt dazwischen zu Hause. Für einen intensiven Tag nur für euch beide gibt es den Exklusiven Paarworkshop.

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Davids Erfahrungsbericht https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-sexological-und-tantric-bodywork-david/ Sun, 02 Jan 2022 14:33:05 +0000 https://www.maeha.de/?p=14878 Wissen / Erfahrungsberichte / David Erfahrungsbericht · Sexological und Tantric Bodywork Davids Erfahrungsbericht David suchte nach vielen Gesprächscoachings eine Begleitung, die über Worte hinausgeht. Hier erzählt er, was die Körperarbeit für ihn verändert hat. „Die gemeinsame Zeit mit Maria wirkt wie Balsam auf meine Seele.“ [...]

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Wissen / Erfahrungsberichte / David

Erfahrungsbericht · Sexological und Tantric Bodywork

Davids Erfahrungsbericht

David suchte nach vielen Gesprächscoachings eine Begleitung, die über Worte hinausgeht. Hier erzählt er, was die Körperarbeit für ihn verändert hat.

„Die gemeinsame Zeit mit Maria wirkt wie Balsam auf meine Seele.“

Wie bist du auf MAÉHA aufmerksam geworden?

Vorweg zu meiner Person: Ich bin ein 57-jähriger Mann, glücklich verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Mit meinem bisherigen Lebensweg bin ich persönlich und beruflich im Großen und Ganzen in gutem Einklang.

Ich war auf einer langen Suche nach mehr sexueller Erfüllung und dadurch, so hoffte ich, nach mehr Zufriedenheit. Ich hatte vieles ausprobiert, alle erdenklichen erotischen Spielwiesen, doch nichts davon führte mich wirklich zum gewünschten Ziel. Dann riet mir ein Bekannter, es bei Maria zu versuchen.

Ich zögerte relativ lange. Ich suchte keine neue Abhängigkeit von einem Psycho- oder Esoterik-Experten, dem ich nach anfangs interessanten, dann aber monatelangen zähen Sitzungen wieder unbefriedigt absagen müsste. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere solcher Erfahrungen hinter mir, die mich nicht wirklich weitergebracht hatten.

Bei all diesen früheren Erfahrungen mit sogenannten Coaches wurde zwar meist viel geredet, doch rückblickend war ich immer wieder von der fehlenden Rückmeldung enttäuscht. Meist redete ich, und ich hatte zwar einen guten Zuhörer, aber das Feedback war mir zu gering, und zudem genügte mir die rein verbale Kommunikation nicht.

Mit welcher Motivation bist du zur Körperarbeit gekommen?

Nachdem ich die Website von MAÉHA vorab mehrfach und eingehend besucht hatte, war meine Neugier geweckt. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier tatsächlich jemand fundiert der Aufgabe annehmen könnte, meinen Körper besser mit meinem Geist zu verbinden und mein „inneres System“ etwas zu beruhigen. Mir war schon länger klar, dass in diesen Bereichen für mich noch viele Möglichkeiten verborgen sind. Bisher hatte ich aber nie jemanden gefunden, der sich diesen Themen wirklich annimmt und zu dem ich das nötige Vertrauen aufbauen konnte.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Die Ziele selbst waren für mich nicht wirklich zu definieren. Trotz eines weiten Spektrums sexueller Erfahrungen spürte ich ständig einen qualitativen, nicht quantitativen Mangel. Ich hatte das Gefühl, in sexuellen Dingen nicht wirklich bei mir zu sein. Ich stand unter Leistungsstress, war gereizt, nicht im Reinen mit mir und damit letztlich nicht wirklich glücklich.

Warst du am Anfang aufgeregt, was dich erwartet?

Im Nachhinein denke ich, dass ich wenig bis gar nicht aufgeregt war. Wahrscheinlich hatte ich auch keine allzu große Erwartungshaltung. Aber ich war es mir selbst wert, einen weiteren Versuch zu wagen. Und die Vorzeichen sahen gut aus: Ich hatte durch meinen Bekannten eine gute Empfehlung, und die Informationen über MAÉHA im Internet ließen mich hoffen, hier tatsächlich Hilfe zu finden.

Welche inneren Vorbehalte hattest du?

Bei meinen früheren Erfahrungen mit Coaches, also vor meiner wunderschönen, heilsamen gemeinsamen Zeit mit Maria, kam ich oft relativ schnell an einen Punkt, an dem ich das Gefühl hatte, nicht weiterzukommen und meine Zeit, Energie und mein Geld nicht sinnvoll einzusetzen. Ab diesem Moment waren die Sitzungen eine Qual. Das meinem Gegenüber zu sagen und die Zusammenarbeit von mir aus zu beenden, war für mich immer schwierig. Ich scheute mich davor, das nach kurzer Zeit noch einmal tun zu müssen, falls kein Vertrauen entstehen würde und ich für mich keine Fortschritte erkennen könnte.

Hast du mit deiner Frau darüber gesprochen?

Im Vorfeld habe ich mit meiner Frau nicht darüber gesprochen, dass ich mit Maria Kontakt aufnehmen wollte. Allerdings haben meine Frau und ich unsere manchmal sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Sexualität in unseren fast 30 gemeinsamen Jahren immer relativ offen besprochen. Für meine Frau war es kein Problem, dass ich mir mit meinem Anliegen einen zusätzlichen Gesprächspartner suche.

Nachdem ich aber nach wenigen Sitzungen erkannt hatte, dass ich in Maria eine unglaublich bereichernde Möglichkeit gefunden habe, die mir ganz neue Wege zeigt, glücklicher und erfüllter zu leben, wollte ich meine Frau einbeziehen. Sie hat schnell erkannt, dass die Arbeit mit Maria für mich sehr wohltuend ist und dass auch sie und mein Umfeld in hohem Maß davon profitieren. Es ist sehr schön für mich, von vielen Seiten zu hören, dass mein Umgang mit anderen deutlich sanfter und gelassener geworden ist, seit ich Maria kenne. Und es ist schön zu spüren, dass meine Frau die Arbeit mit Maria unterstützt und sogar wünscht, dass ich sie fortsetze. Es fühlt sich beruhigend an, keinerlei Eifersucht bei ihr zu spüren und offen mit ihr darüber reden zu können.

Konntest du im Verlauf der Sitzungen mit deiner Frau darüber sprechen?

Meine Frau und ich reden regelmäßig, aber nicht zwingend, nach meinen Sitzungen, und ich versuche, ganz langsam und ohne Druck, das neue Wissen in unsere Beziehung einfließen zu lassen.

Was hast du in Bezug auf deinen Körper, deine Sexualität, deine Überzeugungen, deine Beziehungen und dein Leben im Allgemeinen gelernt?

Es fällt mir schwer, meine bisherigen Erfahrungen mit Maria in Worte zu fassen. Was ich sicher weiß: Ich habe bei Maria schon unglaublich viel Neues an positivem Wissen und Erfahrungen mitgenommen. Ich staune in jeder Sitzung aufs Neue, dass es immer wieder einen „Wow-Effekt“ gibt. Endlich lösen sich meine geistigen und körperlichen Blockaden. Es ist für mich unbeschreiblich schön, wie Maria mit mir umgeht, und ich habe das Gefühl, einfach so sein zu dürfen, wie ich bin oder mich gerade fühle, ohne Wenn und Aber. Die Arbeit mit Maria ist so wohltuend und jedes Mal eine neue Oase, um positive Lebensenergie aufzutanken.

Die gemeinsame Zeit mit Maria wirkt wie Balsam auf meine Seele.

Auch wenn ich nach einer Sitzung öfter etwas erschöpft und müde bin, fühle ich mich gleichzeitig vollkommen sorgenfrei und glücklich und erkenne das eigentliche Leben und meinen Platz darin.

Wie würdest du deinen Entwicklungsprozess beschreiben?

Positiv, und auf gesunde Weise süchtig nach mehr.

Hat sich dein Bild von Sexualität verändert? Wenn ja, inwiefern?

Ja, definitiv. Ich spüre, dass ich deutlich freier von selbst auferlegten Zwängen werde. Ich erkenne auch, dass ich bisher immer glaubte, mich über Sexualität gut ausdrücken zu können. Darin habe ich mich wohl getäuscht: Es gibt eine deutlich freiere, zwanglosere, offenere und tiefere Art, verbal und nonverbal über Sexualität zu kommunizieren.

Wem würdest du diese Arbeit empfehlen?

Jedem, der sich aus freien Stücken auf seine innere Reise begeben möchte, um sein Menschsein und seine Sexualität mit neuen Augen zu entdecken und zu genießen.

Und wie würdest du die Arbeit beschreiben?

Aus Sicht des Klienten einfach unglaublich schön, beruhigend und bereichernd. Das Wissen, die Offenheit, die Feinfühligkeit und die Wärme, die Maria mir entgegenbringt, sind für mich wunderbar wohltuend und heilsam.

Habe ich eine wichtige Frage vergessen?

Aus meiner Sicht nicht. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen, liebe Maria, mein Engel.

Der Name ist zum Schutz der Privatsphäre geändert. Der Bericht ist sprachlich leicht geglättet, inhaltlich unverändert.

Sexological Bodywork

Möchtest du es selbst erleben?

Im kostenlosen Kennenlern-Telefonat schauen wir gemeinsam, was du dir wünschst und ob Körperarbeit gerade das Richtige für dich ist.

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Wenn alte Verletzungen die Lust einschränken https://www.maeha.de/arbeit-mit-sexuellem-trauma/ Sun, 02 Jan 2022 14:02:58 +0000 https://www.maeha.de/?p=14871 Wissen / Körper und Trauma / Sexuelles Trauma Körper und Trauma · 13 Minuten Lesezeit Wenn alte Verletzungen die Lust einschränken Wie sich belastende sexuelle Erfahrungen im Körper zeigen können und wie ein behutsamer Weg über den Körper aussehen kann. Wichtig zu wissenMeine Arbeit ist keine [...]

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Wissen / Körper und Trauma / Sexuelles Trauma

Körper und Trauma · 13 Minuten Lesezeit

Wenn alte Verletzungen die Lust einschränken

Wie sich belastende sexuelle Erfahrungen im Körper zeigen können und wie ein behutsamer Weg über den Körper aussehen kann.

Maria Kehr auf dem Sofa

Wichtig zu wissen

Meine Arbeit ist keine Psychotherapie und ersetzt sie nicht. Wenn dich belastende Erinnerungen gerade stark überfluten, du in einer Krise bist oder dich nicht sicher fühlst, wende dich bitte an eine Ärztin, einen Psychotherapeuten oder an das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (0800 22 55 530, kostenlos und anonym).

In der Sexualität geht es darum, sich fallen zu lassen, sich anzuvertrauen und sich hinzugeben. Das gelingt, wenn du dich gut und sicher fühlst, wenn deine Gefühle und deine Körperempfindungen zusammenpassen.

Kaum eine sexuelle Biografie verläuft ohne belastende oder schambesetzte Erfahrungen. Deshalb lohnt es sich, auch diese Seite der Sexualität anzuschauen. Oft beginnt die Begegnung mit der eigenen Sexualität genau damit, dass alte Erlebnisse auftauchen, bewusst oder unbewusst. Sie beeinflussen stark, wie sehr du Sinnlichkeit genießen kannst. Und sie sind wichtige Wegweiser: Sie zeigen, wo genau Sicherheit und Vertrauen fehlen, um dich ganz fallen zu lassen.

Sicherheit und Vertrauen im Körper

Sich im eigenen Körper sicher zu fühlen, ist für viele nicht leicht, auch ohne traumatische Erfahrungen. Ein geringer Selbstwert oder belastende Überzeugungen reichen oft schon aus. Sie erzeugen Anspannung und Stress, und der Körper lässt nicht mehr richtig los. Nach einer traumatischen Erfahrung ist dieses Sicherheitsgefühl häufig kaum noch verfügbar.

Dazu kommt der gesellschaftliche Druck auf unser Körperbild. Die gewünschte Perfektion ist für fast niemanden erreichbar, und der Versuch erzeugt neuen Stress. Am Anfang steht deshalb die Selbstannahme: zu verstehen, wie Sicherheit und Vertrauen entstehen und wie du selbst dafür sorgen kannst.

Sexuelle Gewalt ist häufiger, als wir denken

Viele Übergriffe geschehen in der Kindheit oder Jugend, aber auch im Erwachsenenalter. Auch wer selbst keinen Übergriff erlebt hat, kennt oft Menschen, denen es so ergangen ist. Manchmal betrifft es Eltern oder Großeltern, und die Belastung kann sich bis in die nächsten Generationen auswirken.

Trauma zeigt sich im Körper

Sexuelle Gewalt trifft einen Menschen im Innersten. Sie kann das Gefühl nehmen, im eigenen Körper sicher zu sein, und das Vertrauen in andere grundlegend erschüttern.

Auf Gefahr reagiert der Körper mit Kampf, Flucht oder Erstarrung. Wird es zu viel, kann er sich innerlich abschalten, er dissoziiert, um überwältigende Gefühle nicht mehr spüren zu müssen. Das geschieht automatisch. Ist die Gefahr vorbei, findet der Organismus meist von selbst wieder in die Sicherheit zurück. War das Erlebte aber zu viel, zu plötzlich oder zu intensiv und gab es danach keinen Halt, kann das Nervensystem in dieser Schutzreaktion hängen bleiben. Dann bleibt ein Zustand von Alarm, Anspannung oder innerer Abwesenheit, als warte der Körper auf den nächsten Angriff. Auch wenn du im Kopf längst darüber hinweg scheinst, kann diese Ladung noch lange im Körper wirken.

Wie sich das in der Sexualität zeigen kann

Auf solchen Schutzreaktionen eine vertrauensvolle Sexualität aufzubauen, ist schwer. Vielleicht spürst du beim Sex wenig oder nichts, oder du bist innerlich gar nicht richtig da. Vielleicht lehnst du deinen Körper oder deine Sexualität ab. Vielleicht fällt es dir schwer, andere an dich heranzulassen. Am Anfang einer Beziehung gelingt das oft noch, mit der Zeit werden die alten Verletzungen spürbarer, und manchmal verschwimmt die Grenze zwischen Partner:in und damaligem Geschehen.

Es kann auch zu Flashbacks kommen: Bilder, Gefühle oder Empfindungen von damals kehren zurück, als wären sie jetzt real.

Viele Betroffene fühlen sich schuldig, besonders wenn der Körper damals mit Erregung reagiert hat. Der Körper reagiert auf bestimmte Reize mit Erregung, unabhängig davon, ob eine Begegnung gewollt ist oder nicht. Das sagt nichts über Zustimmung aus. Es ist eine automatische Reaktion.

Wenn Lust und Schutz gleichzeitig ablaufen

Menschen erleben Lust nach traumatischen Erfahrungen sehr unterschiedlich. Häufig sind zum Beispiel diese Erfahrungen:

  • Sexuelles Vergnügen löst Schuld oder Scham aus.
  • Sexualität fühlt sich schmutzig an, als stimme etwas nicht mit dir.
  • Lust ist leichter mit jemandem, dem du emotional nicht nahe bist.
  • Lust weckt Gefühle von damals wieder: Angst, Panik, Hilflosigkeit, Schmerz, Wut oder den Wunsch zu verschwinden.
  • Genuss fühlt sich gefährlich an: „Wenn ich mir das erlaube, passiert etwas Schlimmes.“
  • Sex zu mögen, fühlt sich an, als wärst du wie die Täter.
  • Sex bedeutet, benutzt zu werden oder etwas leisten zu müssen.
  • Du hast das Gefühl, Genuss nicht zu verdienen.

Freude kann dann mit Angst, Scham oder Hilflosigkeit verknüpft sein, während der Körper trotzdem Lust empfindet. Das macht es verwirrend, für dich und für deine Partner:innen. Sätze wie „Ich halte deine Nähe nicht aus, aber ich brauche dich“ beschreiben diese Zerrissenheit gut. Wenn du so etwas bei dir kennst: Du bist damit nicht allein.

Solche Wunden melden sich immer wieder. Wer sie verdrängt, spürt sie oft an anderer Stelle, in Beziehungen, im Beruf oder in der Gesundheit. Sie brauchen Aufmerksamkeit, nicht Unterdrückung.

Den Körper einbeziehen

Wenn du offene Wunden in dir spürst, kannst du dich ihnen zuwenden, darüber sprechen oder schreiben. Weil die Reaktionen im Körper gespeichert sind, sind sie über den Körper besonders gut zugänglich. Ein körperorientierter Ansatz kann helfen, deine Reaktionen auf Lust Schritt für Schritt neu zu verknüpfen, zum Beispiel mit Somatic Experiencing oder achtsamer Körperarbeit wie Sexological Bodywork.

In dieser Arbeit begegnest du den Gefühlen und Spuren des Erlebten in sehr kleinen Schritten, so dass du immer handlungsfähig und sicher bleibst. Nach und nach kannst du deine Körperempfindungen wieder zulassen, ohne das Erlebte erneut durchleben zu müssen. In der Körperarbeit kannst du außerdem neue, sichere und achtsame Berührung erfahren.

Klein anfangen

Es lohnt sich, sehr klein anzufangen: die Sinne wieder für Genuss zu öffnen und den Körper erfahren zu lassen, dass nichts Schlimmes passiert. Wind, Wasser oder Sonne auf der Haut spüren. Bewusst etwas Gutes essen. In kleinen Schritten Wohlbefinden im Körper wahrnehmen und zulassen.

Viele möchten diese kleinen Schritte überspringen, weil es ihnen nicht schnell genug geht. Doch erst wenn die kleinen Freuden gelingen und du deine Grenzen gut halten kannst, ist der nächste Schritt dran: Hände halten, Streicheln, eine Umarmung, und viel später die sinnliche Begegnung zu zweit. Deine Grenzen erweitern sich am nachhaltigsten in kleinen, sicheren Einheiten. Und dieser Weg darf von Anfang an Freude machen.

Vier Schritte

Dich im Körper wieder sicher fühlen
Zuerst geht es darum, sichere Inseln im Körper zu finden, Bereiche ohne Stress. Du entwickelst Ressourcen, die gute Gefühle einladen. Wenn dir eine solche Wohlfühlzone zur Verfügung steht, kannst du von dort aus behutsam auf das Erlebte schauen und immer wieder aus eigener Kraft in die Sicherheit zurückfinden.

Mehr über Sexualität lernen
Die meisten von uns lernen Sex mit Gleichaltrigen, die genauso unerfahren sind. Vieles, was du gelernt hast, beruht auch auf schlechten Erfahrungen. Es hilft, Wissen nachzuholen, in Büchern, Workshops oder im Coaching, und zu erleben, wie sich Sinnlichkeit anfühlen kann.

Sinnlichkeit üben
Übergriffe lehren, den eigenen Körper nur noch zu ertragen oder ihn anderen zur Verfügung zu stellen. Auf dem Weg zurück lernst du, Lust zuzulassen und zu genießen, zuerst mit dir selbst und später mit einem Gegenüber.

Auslöser verstehen
Viele meiden Sexualität, weil sie alte Gefühle auslöst. Dadurch wird der Spielraum aber immer kleiner, und Beziehungen leiden. Wenn du Auslöser als Hinweise verstehst, kannst du dich ihnen in deinem Tempo nähern und Schritt für Schritt mehr Freiheit gewinnen.

Deine Stärke

Auf diesem Weg kannst du wieder selbstwirksam werden. Du lernst, was du für Nähe brauchst, und kannst es einladen und einfordern. Du lernst deine Wünsche, Vorlieben und Grenzen kennen und gestaltest deine Sexualität nach deinen eigenen Bedürfnissen.

Du hast überstanden, was dir widerfahren ist. Du bist stärker als das.

Du bist stark genug, dich deinem Inneren zuzuwenden. Und du kannst dabei Wärme, Begehren, Mut und vor allem deine Würde wieder in dir finden. Wie so ein Weg aussehen kann, erzählt Bella in ihrem Erfahrungsbericht.

Maria Kehr

Geschrieben von

Maria Kehr

Conscious Sexuality Coach in München. Ich arbeite mit Sexological Bodywork, Somatic Experiencing und Tantra und unterrichte in der Weiterbildung Sexualberatung am spt-Institut und an der TU München.

Mehr über mich

Behutsam begleitet

In deinem Tempo.

Mit Somatic Experiencing begleite ich dich in kleinen, sicheren Schritten. Im kostenlosen Kennenlern-Telefonat schauen wir gemeinsam, ob diese Arbeit gerade passt.

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Sex lernen https://www.maeha.de/sex-lernen/ Mon, 06 Dec 2021 15:00:19 +0000 https://www.maeha.de/?p=13651 Wissen / Lust und Orgasmus / Sex lernen Lust und Orgasmus · 5 Minuten Lesezeit Sex lernen Guter Sex ist kein Talent. Wie du deine Sexualität mit Übung und Achtsamkeit weiterentwickeln kannst. Kannst du Sex lernen? Na klar. Wie jede andere Fähigkeit im Leben kannst du [...]

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Wissen / Lust und Orgasmus / Sex lernen

Lust und Orgasmus · 5 Minuten Lesezeit

Sex lernen

Guter Sex ist kein Talent. Wie du deine Sexualität mit Übung und Achtsamkeit weiterentwickeln kannst.

Maria Kehr am Fenster

Kannst du Sex lernen? Na klar. Wie jede andere Fähigkeit im Leben kannst du auch deine Sexualität verfeinern. Mit einer erotischen Praxis kannst du üben und erspüren, wie reich deine sinnlichen Körperempfindungen eigentlich sind.

Du kannst entscheiden, wie du unterwegs sein möchtest: Du lebst deine Sexualität so, wie sie dir mitgegeben wurde, mit etwas Wissen und Wiederholung. Oder du entwickelst sie bewusst weiter. Dafür brauchst du das richtige Wissen, etwas Übung und die Bereitschaft, begrenzende Überzeugungen loszulassen.

Ich habe mich irgendwann in meinem Leben entschieden, Sex zu lernen. Ich konnte mir eingestehen, dass mir eine wirklich erfüllte Sexualität nicht in die Wiege gelegt worden war.

Oder vielleicht doch? Als junges Mädchen wusste ich genau, was ich mir wünsche. Als meine Sexualität erwachte, war mein Körper von Natur aus sinnlich, verspielt und ekstatisch. Was auf dem Weg ins Erwachsensein geschah, veränderte diese ursprüngliche Wahrnehmung grundlegend.

Wir leben in einer sexualisierten Gesellschaft, und doch ist unsere Sexualität nur scheinbar frei. Vielleicht nicht in dem, was wir tun, aber in dem, was wir dabei innerlich erleben. Wie arm oder reich ist dein Erleben dabei, auf einer Skala von 1 bis 10? Ich meine nicht die Bilder in deinem Kopf, sondern das, was du im ganzen Körper wahrnimmst.

Ich glaube, dass viele von uns sinnlich ziemlich ahnungslos sind. Natürlich gibt es Naturtalente, an denen Religion, Eltern und Medien spurlos vorübergegangen sind. Nach meiner Erfahrung sind es aber wenige.

Warum es sich lohnt, Sex zu lernen

Wenn ich privat erzähle, wie viel sich in der Sexualität entwickeln lässt, höre ich oft Sätze wie: „Sexualität kann man nicht lernen, das ist etwas Natürliches.“ „Guter Sex passiert mit dem richtigen Menschen von allein.“ „Ich will nicht auch noch meine Sexualität optimieren.“ Oder: „Sexualität wird überschätzt, ich brauche das nicht mehr.“

Ich selbst hatte meine Sexualität irgendwann schon fast aufgegeben, bevor sie je wirklich erfüllend geworden war. Die Fantasien blieben, aber satt fühlte ich mich nicht. Wie auch? Wir Menschen brauchen Berührung, Liebe und Verschmelzung. Wir sind sinnliche Wesen und wünschen uns, dass unser Körper und unsere Sinne wirklich zum Zug kommen. Wir haben nur nie gelernt, das in unsere Sexualität hineinzunehmen.

Ohne Übung keine Meisterschaft. Das gilt auch für die Sexualität.

Jeder kann damit beginnen, alte Denkmuster über Sexualität durch neue zu ersetzen. Jeder kann seine Körperwahrnehmung verfeinern. Jeder kann lernen, die eigenen Wünsche auszusprechen und zu leben, zu verstehen, was wirklich erfüllt, und wieder zu berühren.

Es ist nicht leicht, einen ganz natürlichen Bezug zum eigenen Körper und zur Sexualität zu entwickeln. Selbst wenn du es dir sehr wünschst, fehlen oft gute Quellen, Vorbilder und Informationen. Wir kommen mit allem auf die Welt, was wir brauchen, und trotzdem üben wir monatelang laufen und jahrelang sprechen. Für das Üben von Sexualität gibt es in unserer Gesellschaft dagegen kaum Raum. Mit einer erotischen Praxis kannst du dir diesen Raum zurückholen.

Sex lernen über den Körper

Wie tief du deinen Körper erlebst, hängt davon ab, wie fein du empfinden kannst. Du kannst lernen, dich besser zu spüren, tief zu berühren, dich ganz hinzugeben und deinen Orgasmus zu vertiefen.

Eine sinnliche Praxis wirkt stärker als Gespräche, Vorträge oder Bücher, weil du das Neue direkt im Körper erfährst. Achtsame, körperorientierte Übungen machen es möglich, Sex zu lernen, allein, mit einer Übungspartnerin oder einem Übungspartner oder mit Begleitung. Du musst dafür nicht Sex haben. Das ist für viele schwer vorstellbar, aber es hilft sogar.

Sexuell mit einem Gegenüber zu sein, ist sehr komplex. Beziehungsthemen, eingespielte Rituale und aufgestaute Gefühle machen es schwer, sich auf das Lernen zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeit wandert immer wieder zu den Konflikten, und Paare kommen nur mühsam voran. Wenn du allein oder mit Begleitung übst, kann deine ganze Aufmerksamkeit beim Lernen sein.

Wenn du deinen Körper kennenlernen möchtest, hilft dir Achtsamkeit, die Aufmerksamkeit in den Körper zu lenken und dort zu halten. So werden deine Empfindungen reicher. Zu dieser Praxis gehören besondere Formen von Yoga und Meditation, achtsame Selbstliebe und sinnliche Berührung. Mehr dazu in Kopf oder Körper: Womit hast du Sex? und Conscious Touch Meditation.

Maria Kehr

Geschrieben von

Maria Kehr

Conscious Sexuality Coach in München. Ich arbeite mit Sexological Bodywork, Somatic Experiencing und Tantra und unterrichte in der Weiterbildung Sexualberatung am spt-Institut und an der TU München.

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Im Online-Workshop Essentials! lernst du an drei Abenden die Grundlagen bewusster Sexualität. Im Sexualcoaching begleite ich dich persönlich, allein oder als Paar.

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