Somatic Experiencing (SE)
Stress und Trauma körperlich, geistig und emotional neu verhandeln

Bewältige chronischen Stress und Trauma mit Somatic Experiencing (SE)® …

  • Trauma und chronischer Stress ist im Körper gebundene Energie, die nicht entladen werden konnte. Der Entladungsprozess ist sehr wichtig für die Bewältigung von Trauma.

  • Somatic Experiencing (SE)® arbeitet mit dem Körper als zentralen Aspekt der Bewältigung von belastenden Lebenssituationen.

  • Im Coaching entwickelst du eine exzellente Innenwahrnehmung und damit ein sicheres Lebensgefühl im eigenen Körper.

  • Die Arbeit mit Somatic Experiencing (SE)® setzt einfache (Stammhirn-)Sprache und wertfreie Aufmerksamkeit ein.

  • Durch das Nach- und Aufspüren (Tracking) von Körperwahrnehmungen und -impulsen, Emotionen, Gedanken, Glaubensüberzeugungen, inneren Bildern oder inneren Anteilen wird der im Körper gespeicherte Stress entladen.

  • MAEHA ist zertifizierte Anwenderin und gelistet als offizieller Somatic Experiencing (SE)® Practitioner

„Der Schlüssel zur Traumaheilung ist nicht, das Trauma wieder zu erleben, sondern neue Erfahrungen im Körper zu schaffen.“

Dr. Peter A. Levine

Termine
(in München oder Online)

  • Montag bis Donnerstag ab 18:00 Uhr,
  • Freitags von 9:00 – 22:00 Uhr und
  • nach Absprache am Wochenende

Konditionen

  • Einzelsitzung 1h zu 100 Euro
  • 5er Paket: 5 x 1h zu je 85 Euro

Viele Überlebende von chronischem Stress oder eines Traumas werden von den zurückliegenden Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen eingeholt. Verständlicherweise versuchen viele, die Auslöser zu vermeiden, indem sie Situationen vermeiden, die sie auslösen. Dadurch entstehen jedoch weitere Probleme. Wenn Stress auslösende Situationen gemieden werden, dann werden die Wahlmöglichkeiten im Leben insgesamt geringer. Die Auslöser und die Vermeidung dieser Auslöser bestimmen schließlich das Verhalten der Betroffenen und damit das ganzes Leben.

Was ist ein Trauma?

Ein Erlebnis wird zum Trauma wenn etwas zu schnell, zu intensiv oder zu plötzlich passiert. Und wenn die Person danach nicht ausreichend aufgefangen wird, durch sich selbst oder andere, um wieder zu einem Gefühl der inneren Sicherheit zu gelangen. Posttraumatischer Stress bedeutet, dass unsere Schutzhülle nachhaltig verletzt wurde und Gefühle von Hilflosigkeit, Schock, Angst oder Hilflosigkeit hinterlassen wurden.

Traumatische Situationen können ganz unterschiedlicher Gestalt sein: Pränatale Bedrohung im Mutterleib, Komplikationen während der Geburt, Vernachlässigung in der Kindheit, körperliche oder seelische Verletzungen, sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt, Verlust eines nahestehenden Menschen, schwere Krankheiten, Operationen, Stürze, Unfälle, Naturkatastrophen oder Krieg.

Aber auch gewöhnliche Erlebnisse können posttraumatischen Stress verursachen. Wie zum Beispiel Gewaltszenen in Kino & TV, einfache medizinische Eingriffe, schlechte Erfahrungen in Ausbildung und Beruf, ein Wohnortwechsel, die Aufnahme eine Kredits oder auch unsere konventionelle Sexualität. Lese auch: Arbeit mit Folgen vom sexuellem Trauma.

Wie entsteht Trauma?

Bei Gefahr stehen uns drei automatisch ablaufende Überlebensstrategien zur Verfügung: Flucht, Kampf oder Erstarrung. Bei erfolgreicher Flucht und nach einem gewonnenen Kampf sind wir mit unserer Kraft verbunden und können uns sehr gut von belastenden Erlebnissen erholen. Das natürliche Gleichgewicht und innere Sicherheitsgefühl kann sich meist selbstständig wieder einstellen.

Ist es jedoch aussichtslos zu kämpfen oder zu flüchten, dann erstarren wir. Wenn die Intensität des Erlebens zu stark wird, checkst der Körper aus, er dissoziiert, um die überwältigende Hilflosigkeit nicht mehr empfinden zu müssen.

Diese biologische Antwort auf zu intensive bedrohliche Erfahrungen läuft unbewusst und automatisch ab. Die Situation hinterlässt im Körper mobilisierte Energie, die sich nach dem Erlebnis wieder entladen muss. Im Normalfall entlädt das System selbstständig und findet wieder zu einem Sicherheitsgefühl zurück. Sind die Erlebnisse aber überwältigend gewesen, dann bleibt der Körper in der jeweiligen Abwehrreaktion hängen. Ein Zustand der ständigen Anspannung oder Dissoziation kann bestehen bleiben. Unbewusst wird immer der nächste Angriff erwartet, obwohl die Gefahr bereits lange vorüber ist. Der chronische Stress und die jeweilige automatische Reaktion kann noch für Jahre im Körper gespeichert bleiben. Diese Überlebensenergie, die im Körper gebunden ist, nennen wir Trauma.

Welche Folgen hat Trauma auf das Leben?

Trauma ist im Körper gebundene Energie, die nicht entladen werden konnte. Der Entladungsprozess ist sehr wichtig und ein Teil unserer biologischen Selbstregulation. Tiere werden nicht traumatisiert, da der biologisch vorgesehene Entladungsvorgang ungestört ablaufen kann. Der Mensch hat den Nachteil alles mit dem Verstand lösen zu wollen und unterbindet die nötigen Vorgänge im Körper. Nach einer Stresssituation entlädt sich der Körper durch Schütteln, Zittern, Vibrieren und nimmt spontane tiefe Atemzüge.

Diese autonomen Reaktionen des Körpers zum Loslassen der Stressladung ängstigen uns und wir neigen dazu sie zu kontrollieren und wegzudrücken. Wird diese Phase des „Abzitterns“ jedoch unterbrochen, dann bleiben wir physiologisch im Trauma stecken. Wir stehen voll auf dem Gaspedal und dieser Zustand wird dann unser Normalzustand, mit dem wir unseren Alltag bestreiten. Das Verbleiben im Zustand der Erstarrung oder Dissoziation bewirkt, dass bestimmte Empfindungen einfach abgeschaltet bleiben und Betroffene „nichts spüren“ oder nicht richtig „anwesend“ sind.

Ist der Entladungsprozess nicht abgeschlossen kann es zu verschiedensten Symptomen führen, wie Atemproblemen, Schlafproblemen, Herzproblemen, Verdauungsproblemen, Nervosität, emotionalen Problemen, kognitiven Problemen und Verhaltensproblemen. Oder es kommt zu Flashbacks, also Bildern, Emotionen und Wahrnehmungen kehren zurück, die während der Gefahr da waren, ganz so als wären sie real.

Was bedeutet all das für den Bewältigungsprozess? Der Körper muss als zentraler Aspekt der Bewältigung mit eingeschlossen werden, zum Beispiel durch Somatic Experiencing (SE)®.

Somatic Experiencing (SE) nach Peter Levine

Die Methode Somatic Experiencing (SE)® arbeitet mit den Einfluss, den das Trauma auf den Körper hat. Die automatischen Antworten des Körpers, die durch das Trauma im Körper gespeichert wurden, werden komplettiert und integriert. Über das sogenannte Körper-Tracking kann das autonome Nervensystem adressiert und reguliert werden, denn über den bewussten Verstand ist das autonome Nervensystem nicht kontrollierbar.

Die Arbeit mit Somatic Experiencing (SE)® setzt sich deshalb durch einfache (Stammhirn-)Sprache, wertfreie Aufmerksamkeit und das Nach- und Aufspüren (Tracking) von Körperwahrnehmungen und -impulsen, Emotionen, Gedanken, Glaubensüberzeugungen, inneren Bildern oder inneren Anteilen zusammen.

Bewältigung von Trauma mit Somatic Experiencing (SE)®

Wesentliche Elemente im Bewältigungsprozess sind die Aktivierung von stabilisierenden und neutralisierenden Ressourcen, das Pendeln zwischen Trauma-Netzwerk im Körper und den geeigneten Ressourcen, die Fähigkeit sich im Hier und Jetzt zu zentrieren und zu erden, das Verlangsamen von Körperimpulsen und ein sehr behutsames Vorgehen im Allgemeinen. Die Verlangsamung ist ganz entscheidend für die Neuverhandlung des Sicherheitsempfinden und der Selbstwirksamkeit.

Das schrittweise Vorgehen bringt und hält die betroffene Person mit der eigenen Kraft in Verbindung und stärkt das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Eine unkontrollierte Entladung könnte eine Retraumatisierung bewirken und die Person hätte erneut das Gefühl von den Erfahrungen überwältigt zu werden. Stattdessen arbeitet Somatic Experiencing (SE)® immer im Bereich der Handlungsfähigkeit.

Mit Somatic Experiencing (SE)® das Trauma neu verhandeln

Mit Somatic Experiencing (SE)® wird das Trauma körperlich, geistig und emotional neu verhandelt. Es gestaltet eine Weg von „Ich kann nicht“ hin zu „Ich kann“. Das destabilisierte Körpergefühl verändert sich immer mehr hin zu Sicherheit, Vertrauen und Präsenz. Die zurückliegende Erfahrung hat nicht länger Einfluss auf das Leben und es kann sich wieder natürliche Freude und Leichtigkeit einstellen. Die traumatischen Erfahrungen sind verarbeitet und integriert, wenn Gedanken daran oder ein Gespräch darüber stattfinden können, ohne dass das Nervensystem durch körperliche Stresssymptome Alarm schlägt.

Ablauf einer Sitzung

Trauma verstehen

Die körperlichen und seelischen Reaktionen auf ein schwieriges Ereignis oder eine herausfordernde Lebensphase sind eine gute und gesunde Reaktion auf außergewöhnliche Erfahrungen. Deshalb wird im Somatic Experiencing (SE)® Trauma nicht als Krankheit oder Störung betrachtet.

Das Trauma verändert jedoch die autonomen Reaktionen des Nervensystems und damit die natürlichen Körperempfindungen. Der Körper wird zum Feind, er macht plötzlich was er will. Im Somatic Experiencing (SE)® geht es darum, die Verbindung zum eigenen Körper wieder aufzunehmen und zu verstehen, wie bestimmte Symptome mit dem posttraumatischen Stress zusammenhängen.

Trauma neu verhandeln statt wieder durchl